Abkommen : Pakistan will Terroristen an Großbritannien ausliefern

Großbritannien kann nach der Unterzeichnung eines Auslieferungsabkommens mit Pakistan auf die Auslieferung eines mutmaßlichen Terroristen hoffen. Rashid Rauf wird verdächtigt, Drahtzieher der im letzten Jahr vereitelten Anschläge auf Transatlantikflüge zu sein.

Islamabad Pakistan und Großbritannien haben ein Auslieferungsabkommen unterzeichnet. Innenminister Aftab Sherpao sprach von einem "historischen Abkommen" im Kampf gegen den Terrorismus. Der Vertrag würde auch die Auslieferung des mutmaßlichen Drahtziehers der im August 2006 in Großbritannien vereitelten Anschläge auf Transatlantikflüge, Rashid Rauf, möglich machen. Durch die Festnahme von mehr als einem Dutzend mutmaßlicher Terroristen hatte die britische Polizei damals nach eigenen Angaben eine Anschlagsserie auf Passagierflugzeuge mit Bomben aus Flüssigsprengstoff verhindert.

London hatte anschließend die Auslieferung Raufs beantragt, der britischer Staatsbürger pakistanischer Herkunft ist und in Pakistan wegen des Besitzes gefährlicher Chemikalien festgenommen worden war. Dies hatte Pakistan bisher aber abgelehnt. Die Bemühungen um ein Auslieferungsabkommen waren nach den Anschlägen in der Londoner U- Bahn im Juli 2005, bei dem 52 Menschen starben, verstärkt worden. Drei der damaligen Attentäter waren vor den Anschlägen nach Pakistan gereist. (mit dpa)

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