Abschiebe-Regeln : Chávez droht der EU mit Erdölboykott

Für provokante Äußerungen ist Hugo Chávez bekannt - jetzt nimmt er sich die neuen Abschiebe-Regeln der Europäischen Union vor. Venezuelas Staatspräsident droht allen Staaten, die die neuen Regeln übernehmen, mit einem Erdölboykott.

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Hugo Chavez: Kritisiert die neuen Abschieberegeln der EU. -Foto: AFP

CaracasEr werde auch die Investitionen jener EU-Länder in Venezuela prüfen, die die neuen Regeln adaptieren sollten, sagte Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez Chávez am Donnerstag in Caracas. "Das venezolanische Erdöl geht nicht an jene Länder, die dieses peinliche Abkommen unterzeichnen", erklärte er am Rande eines Treffens mit dem künftigen Staatschef von Paraguay, Fernando Lugo. Auch Lugo wies die neue EU-Regelung "energisch zurück".

Chávez, der immer wieder mit provokanten Äußerungen auf sich aufmerksam macht, drohte: "Wir werden bei diesen Ländern die Investitionen prüfen, die sie hier bei uns haben, und unsere eigene Rückführungsrichtlinie adaptieren, wir schicken (die Investitionen) einfach zurück." Der linksnationalistische Staatschef bezog sich auf die Regeln, die diese Woche vom Europaparlament in Straßburg verabschiedet wurden und die eine Abschiebehaft von sechs Monaten, in Ausnahmefällen von bis zu 18 Monaten vorsehen. Diese Regeln verletzten die Menschenrechte und das internationale Recht, kritisierte Chávez. Es gebe in Europa Millionen illegaler Einwanderer, sagte der Venezolaner und fuhr fort: "Was werden sie mit all diesen Menschen machen? Werden für sie Konzentrationslager errichtet werden?" (mfa/dpa)

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