• Abschiebung rechtmäßig - der 15-jährige Serienstraftäter darf nicht nach Deutschland zurück

Politik : Abschiebung rechtmäßig - der 15-jährige Serienstraftäter darf nicht nach Deutschland zurück

Der in die Türkei abgeschobene jugendliche Serienstraftäter "Mehmet" darf vorerst nicht nach Deutschland zurück. Das Verwaltungsgericht München entschied am Freitag, dass die Behören der Landeshauptstadt dem heute 15-Jährigen 1998 zurecht eine neue Aufenthaltserlaubnis verweigerten. "Mehmets" Anwalt Alexander Eberth sagte, sein Mandant habe die Entscheidung sehr niedergeschlagen aufgenommen. Allerdings sei das Urteil nicht überraschend. Schon in der mündlichen Verhandlung am Donnerstag sei ein "sehr klarer politischer Wille" deutlich geworden, die Klage des türkischen Jugendlichen abzuweisen. Bayerns Innenminister Günter Beckstein (CSU) begrüßte das Urteil, die bayerischen Grünen kritisierten den Beschluss dagegen als "inhuman".

"Mehmets" Anwalt kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Dazu hat er einen Monat Zeit. Er werde prüfen, ob der Junge für eine etwaige Berufungsverhandlung erneut nach Deutschland einreisen könne, sagte Eberth. Der aus Datenschutzgründen "Mehmet" genannte Jugendliche war im November 1998 ohne seine Eltern in die Türkei abgeschoben worden, nachdem seine Aufenthaltserlaubnis abgelaufen war. Der Fall hatte damals bundesweit Aufsehen erregt. Bereits als Kind soll der in München geborene Türke mehr als 60 Straftaten begangen haben. Nachdem er als 14-jähriger erneut einen Jugendlichen überfallen hatte, beschlossen die bayrischen Behörden seine Abschiebung.

Nach den Angaben des Anwalts sollte der Junge noch am Freitagnachmittag wieder in die Türkei fliegen, wo er in Istanbul als Hilfskraft in einer Straßenschilder-Lackiererei arbeitet. Seine Eltern leben weiterhin in München.

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