Abschiedsrede : Stoiber: Bayern ist der "Maßstab für Deutschland"

In seiner letzten Regierungserklärung als Ministerpräsident hat Edmund Stoiber die Vorreiterrolle Bayerns in Deutschland betont und die CSU auf den eingeschlagenen Kurs eingeschworen. Bayern müsse die richtigen Weichen stellen um auch in Zukunft an der Spitze zu stehen.

Edmund Stoiber
Edmund Stoiber verabschiedet sich mit seiner letzten Regierungserklärung aus dem bayerischen Landtag. -Foto: dpa

MünchenIn seiner letzten Regierungserklärung hat Bayerns scheidender Ministerpräsident Edmund Stoiber die CSU auf den von ihm eingeschlagenen Kurs eingeschworen. Sein Ziel sei es gewesen, den Vorsprung des Freistaats auszubauen, sagte Stoiber im Landtag. Bayern sei heute auf allen wichtigen Gebieten Maßstab in Deutschland. "Wer auch 2020 im Wettbewerb an der Spitze stehen will, muss heute die richtigen Weichen stellen." Ende September wird der von seiner Partei im Januar gegen heftigen Widerstand zum Rückzug gezwungene Stoiber seine Ämter als Ministerpräsident und CSU-Chef niederlegen.

Bereits an diesem Donnerstag will die CSU-Landtagsfraktion Innenminister Günther Beckstein als nächsten Ministerpräsidenten nominieren. Nach monatelangen CSU-internen Querelen soll dabei große Geschlossenheit demonstriert werden. Über die Nachfolge auf dem Parteivorsitz will die CSU im September entscheiden.

Als seine letzte Initiative stellte Stoiber das Investitionsprogramm "Bayern 2020" mit einem Umfang von 1,5 Milliarden Euro vor. Auf seinen Rücktritt ging Stoiber in seinem Redemanuskript nicht ein. Demonstrativ stellte er die Leistungen der CSU heraus. Die SPD liege unter 20 Prozent. "Die CSU ist die einzige echte Volkspartei in Bayern." (mit dpa)

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