Abstimmung unter Jugendlichen : Union gewinnt bei U18-Wahlen

Wegen Serverproblemen hatte sich die Veröffentlichung der Ergebnisse verzögert. Nun ist es amtlich: Bei den U18-Wahlen siegt die CDU. Überraschung brachte der dritte Platz.

Selbstgestaltete Wahlplakate bei der U18-Bundestagswahl. Foto: Martin Schutt/dpa
Selbstgestaltete Wahlplakate bei der U18-Bundestagswahl.Foto: Martin Schutt/dpa

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben bei der U18-Wahl des Bundesjugendrings am häufigsten für die Union gestimmt. Bei der nicht repräsentativen Abstimmung als Übung für junge Menschen vor der Bundestagswahl kam die CDU/CSU auf 28,5 Prozent. Nach den am Dienstag veröffentlichten Ergebnissen erreichte die SPD 19,8 Prozent. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen mit 16,6 Prozent. Ginge es nach den Nachwuchswählern, wären auch die Linken mit 8,1 Prozent, die AfD mit 6,8 und die FDP mit 5,7 Prozent im Bundestag vertreten.

An der U18-Wahl hatten am vergangenen Freitag rund 220.000 Kinder und Jugendliche teilgenommen. In bundesweit mehr als 1660 Wahllokalen, etwa in Jugendclubs, Sportvereinen, Bibliotheken oder Schulen, konnten sie ihre Stimme abgeben. Die Veröffentlichung der Ergebnisse hatte sich wegen Serverproblemen verzögert.

Politisches Interesse soll gefördert werden

Am Montag startete mit der Juniorwahl zudem eine weitere Initiative, die das politische Interesse junger Menschen fördern soll. Fast eine Million Schüler von mehr als 3400 Schulen können noch bis zum Wahlsonntag probeweise ihr Kreuzchen machen. Die Juniorwahl ist ein Projekt für Schulklassen, wohingegen sich die U18-Wahl an alle Minderjährigen richtet.

Die U18-Wahl findet seit 1996 immer neun Tage vor dem offiziellen Wahltermin statt. Sie wird neben dem Deutschen Bundesjugendring vom Deutschen Kinderhilfswerk, Landesjugendringen, Jugendverbänden und dem Berliner U18-Netzwerk organisiert. Das Bundesfamilienministerium und die Bundeszentrale für politische Bildung fördern das Projekt. (dpa)

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