Politik : Acht Tore und ein Pflegefall

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Nach dem furiosen 8:0-Auftaktsieg gegen Saudi-Arabien hat die deutsche Nationalmannschaft ihre Rolle als Außenseiter abgestreift. „Wir glauben jetzt noch mehr an uns“, verkündete Kapitän Oliver Kahn am Sonntag. Der dreifache Torschütze Miroslav Klose wurde prompt zum Star erhoben. „Elf Tore in 13 Länderspielen: Das kommt schon in die Nähe eines Gerd Müller“, sagte Franz Beckenbauer. Und Teamchef Rudi Völler lobte: „Klose ist immer mit dem ganzen Herzblut dabei.“

Am Tag nach dem höchsten deutschen Sieg bei einer Weltmeisterschaft gab es lediglich eine schlechte Nachricht: die Verletzung von Abwehrchef Carsten Ramelow. Sein Einsatz im zweiten WM-Spiel am Mittwoch (13.30 Uhr MESZ) gegen Irland ist fraglich. Der Leverkusener war im Spiel gegen Saudi-Arabien wegen muskulärer Probleme ausgewechselt worden. Am Sonntag wurde Ramelow intensiv behandelt und absolvierte nur leichtes Lauftraining. Im Gegensatz dazu konnte Marko Rehmer wieder das volle Training mitmachen.

In Deutschland sind die Erwartungen inzwischen gestiegen. Das zeigen die Fernsehquoten. Die ARD verzeichnete beim Auftaktsieg einen Marktanteil von 75,4 Prozent – einer der höchsten Werte überhaupt. Nur die asiatischen Fans bleiben verhalten. Mittelfeldspieler Bernd Schneider beschrieb die Atmosphäre beim Spiel in Sapporo so: „Bei meiner Playstation ist mehr Stimmung.“ Tsp

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