Politik : Ärger wegen geheimer Genversuchen

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Berlin Die in einigen Bundesländern unter strikter Geheimhaltung angelegten Versuchsfelder mit genmanipulierten Pflanzen stoßen bei SPD und Grünen auf scharfe Kritik. Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) warf ihren Länder-Kollegen in der „Berliner Zeitung“ vor, Gen-Pflanzen „durch die Hintertüre“ einführen zu wollen. Man könne nicht die von der Bundesregierung geplanten Anbauregeln für Gen-Pflanzen im Bundesrat blockieren, um den rechtsfreien Raum in der Zwischenzeit schamlos auszunutzen, sagte sie. Auch Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) kritisierte, dass Felder mit gentechnisch verändertem Mais beispielsweise in Sachsen-Anhalt geheim gehalten werden. Sieben Länder beteiligen sich an dem Probeanbau. Naturschützer fordern die Einrichtung großer gentechnikfreier Zonen. Nur so könne ein Übergreifen gentechnisch veränderter Organismen auf ökologisch sensible Gebiete verhindert werden, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke. dpa/ddp

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