Politik : Ärmel hoch

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Führende Oppositionspolitiker sind für längere Arbeitszeiten zur Ankurbelung der Wirtschaft. Mit Blick auf die Kosten einer vorgezogenen Steuerreform hieß es am Wochenende, für alle Arbeitnehmer in Deutschland sei eine Stunde Mehrarbeit pro Woche ohne Lohnausgleich zumutbar. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte bereits vorgeschlagen, die wöchentliche Arbeitszeit um bis zu drei Stunden zu verlängern. UnionsFraktionsvize Friedrich Merz sagte der „Welt am Sonntag“: „Mehr Arbeit schafft mehr Wachstum.“ Die Politik der Arbeitszeitverkürzung sei gescheitert. Christoph Böhr, CDU-Landeschef von Rheinland-Pfalz sagte: „Eine Stunde Mehrarbeit verringert die Produktionskosten. Das erleichtert die Schaffung neuer Arbeitsplätze.“ FDP-Vize Rainer Brüderle hält zur Finanzierung der Steuerreform unter anderem längere Arbeitszeiten für nötig: „Eine Stunde Mehrarbeit pro Woche ab morgen für den Rest des Jahres bringt eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 22 Milliarden Euro und dem Staat mehr Steuereinnahmen von 4,5 Milliarden“, sagte er der „Welt am Sonntag“. dpa

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