Politik : Ärzte wollen verhandeln – nicht streiken

Berlin - Rund eine Woche vor der zweiten Verhandlungsrunde über eine Honorarreform der Ärzte haben die Mediziner Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Es gebe Hinweise seitens der Krankenkassen, dass „das politische Versprechen von 2,5 Milliarden Euro mehr an Honoraren eingehalten werden könnte. Daher haben wir die Absicht, am 27. und 28. August anzutreten“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Mittwoch. Die letzte Verhandlungsrunde Anfang August hatten die Ärzte wegen eines aus ihrer Sicht unzureichenden Angebots abgebrochen. Köhler erneuerte jedoch seine Forderung, dass die niedergelassenen Ärzte nur unter der Vorbedingung der Honoraraufbesserung von 2,5 Milliarden Euro zu den Verhandlungen erscheinen werden. Wenn die Kassen diese Summe nicht mindestens anböten, „dann werden wir nicht antreten“. Die Bundesärztekammer hatte im Mai noch 4,5 Milliarden Euro gefordert.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Kassen forderte die Ärzte auf, die Verhandlungen weiterzuführen. Vorbedingungen seien „inakzeptabel“, man könne nicht Forderungen stellen, bevor man darüber spreche, sagte ein Verbandssprecher. Sollten sich Kassen und Ärzte nicht einigen, müsste das Gesundheitsministerium die Honorare festlegen. ddp

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