Ärztliche Reformideen : Vorkasse und Gesundheits-Riester

Höhere Praxisgebühr:

Statt bisher zehn Euro pro Quartal sollten Patienten künftig für jeden Arztbesuch fünf bis zehn Euro zahlen, meint der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Leonhard Hansen. Ein Facharztbesuch ohne Überweisung sollte bis zu 25 Euro kosten.

Behandlungsprioritäten: Für eine Rangliste zur Gewährung medizinischer Leistungen macht sich Ärztekammerpräsident Jörg- Dietrich Hoppe stark. Ganz oben stünden etwa Schlaganfall- oder Krebspatienten. Die Entscheidung über die Reihenfolge im Detail müsse ein „Gesundheitsrat“ treffen. Weniger Notwendiges oder Wunschleistungen sollten gar nicht mehr erstattet werden. Dazu zählen für Hoppe auch Cholesterinsenker.

Zusatzversicherungen:
Mithilfe des Staates, also einer Art „Gesundheits- Riester“, sollten Patienten zum Abschluss von Zusatzversicherungen gebracht werden, findet der Chef des Klinikärzteverbands Marburger Bund, Rudolf Henke. So ließen sich Leistungen schultern, die von den Kassen nicht mehr übernommen würden.

Zuzahlung für Arztwahl: Patienten sollten sich zwischen drei Tarifen entscheiden müssen, fordert der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler. Der teuerste enthielte die freie Arztwahl. Tarif zwei sieht für den kostenfreien Zugang zum Spezialisten eine Überweisung des Hausarztes vor. Und der dritte Tarif würde Versicherte zur Vorkasse verpflichten, das Geld würde ihnen dann erstattet. raw

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