Politik : Afghanistan: 15 Wochen in den Händen der Taliban

3. August: Die Taliban nehmen die acht ausländischen Helfer zusammen mit 16 afghanischen Mitarbeitern unter dem Vorwurf fest, christliche Missionierung betrieben zu haben.

14. August: Diplomaten der drei beteiligten Länder sprechen im Bemühen um Freilassung der Ausländer erstmals mit Vertretern der Taliban. Kontakte zu den Inhaftierten gibt es erst später.

4. September: Das Verfahren beginnt hinter verschlossenen Türen. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe entschieden zurück.

13. September: Nach den Terroranschlägen in den USA verlassen auch die westlichen Diplomaten Afghanistan.

2. Oktober: In Faxmitteilungen an die "Shelter Now Germany" klagen die Angeklagten über Isolation und Gesundheitsbeschwerden.

6. Oktober: Die Taliban bieten die Freilassung an, falls die USA nicht mehr mit Angriffen in Afghanistan drohen. Die USA und die Bundesrepublik lehnen jeden "Handel" ab. Außenminister Fischer sieht die Inhaftierten "faktisch in einer Geiselsituation".

14. Oktober: Die Gefangenen werden nach Informationen eines Angehörigen jede Nacht an einen anderen Ort verlegt.

24. Oktober: Der pakistanische Anwalt der vier Deutschen reicht in Kabul die Verteidigungsschrift ein. Danach bricht der Kontakt ab.

14. November: Nach dem Rückzug der Taliban vor den Truppen der Nordallianz werden die Verschleppten in einer Ortschaft südlich von Kabul befreit und in einem US-Hubschrauber nach Pakistan gebracht.

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