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Afghanistan : Aufständische greifen neues Bundeswehr-Bataillon an

Die Bundeswehr in Kundus ist erneut angegriffen worden. Ziel war diesmal das neue Ausbildungs- und Schutzbataillon, das erst seit kurzem in der Region operiert. Eine Stellung der Taliban konnten die Soldaten zerstören. Ob es Tote unter den Angreifern gab, war am Samstagabend unklar.

Aufständische haben am Samstag in der nordafghanischen Provinz Kundus deutsche und afghanische Soldaten des neuen Ausbildungs- und Schutzbataillons der Bundeswehr angegriffen. Die Bundeswehr teilte mit, Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

Ob es unter den Aufständischen Tote gegeben hat, war zunächst unklar. Eine Bestätigung dafür gebe es nicht, teilte die Bundeswehr mit. Zunächst hatte die Internationalen Schutztruppe Isaf von zwei getöteten Angreifern berichtet.

Die Soldaten seien rund acht Kilometer nordwestlich des deutschen Feldlagers mit Handfeuerwaffen und Panzerfäusten beschossen worden, teilte die Bundeswehr auf ihrer Homepage mit. Sie hätten den Angriff abwehren können.

Nach Angaben der Isaf konnten die Soldaten mit Hilfe einer Bundeswehr-Drohne vom Typ Luna eine Kanonenstellung der Aufständischen auf einem ummauerten Grundstück ausmachen. Die Soldaten hätten die Stellung mit einer gelenkten Anti-Panzer-Rakete zerstört.

Das Ausbildungs- und Schutzbataillon (ASB) ist erst seit kurzem in Kundus eingesetzt. Ziel ist das sogenannte Partnering, bei dem die Bundeswehr-Soldaten gemeinsam mit Soldaten der afghanischen Nationalarmee operieren.

Ein Gefecht mit Aufständischen lieferte sich am Samstag auch die Polizei in der Provinz Kundus. Der Gouverneur des Distrikts Aliabad, Habibullah Mohtaschim, sagte, bei dem einstündigen Schusswechsel seien fünf Aufständische und ein Polizeibeamter getötet worden. Rund 80 Aufständische hätten erfolglos versucht, die Distriktverwaltung in ihre Gewalt zu bringen.

Die Isaf teilte weiter mit, bei einer Operation gegen das Hakkani-Netzwerk in der südostafghanischen Provinz Paktia seien mehr als 20 Aufständische getötet worden, darunter Araber, Tschetschenen und Pakistaner. Das Hakkani-Netzwerk kämpft ebenso wie die Taliban gegen die ausländischen Truppen und die afghanische Regierung.

In der südafghanischen Provinz Kandahar wurden nach Angaben der Isaf drei Zivilisten bei verschiedenen Angriffen Aufständischer getötet. Bei einem weiteren Angriff im Süden starb am Samstag ein Isaf-Soldat. Zur Nationalität machte die Schutztruppe keine Angaben.

Bei einem Bombenanschlag in der südafghanischen Provinz Helmand wurden am Samstag nach Angaben der Provinzregierung vier Polizisten getötet und vier weitere verletzt. (dpa)

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