Politik : Afghanistan-Berichterstattung: Ein Krieg der Bilder

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Der Kampf in Afghanistan ist mehr als je zuvor auch ein psychologischer Propaganda-Krieg. Es fehlen nämlich unabhängige Zeugen. Das zeigt ein Reuters-Foto, das am Dienstag auf die Titelseite des Tagesspiegels gelangte. Darauf ist ein Verletzter zu sehen, der laut Agenturtext ein afghanisches Opfer der US-Angriffe nach der Flucht in Pakistan ist. Es stellte sich aber heraus, dass der Mann durch eine Mine aus Zeiten der Sowjet-Intervention verwundet und ins Krankenhaus nach Peschawar gebracht wurde. Joachim Herrmann vom Reuters-Bilderdienst Berlin erklärte die Falschmeldung auf Anfrage mit "Kommunikationsfehlern vor Ort". Die Texte lieferten Fotografen, denen die Agenturen vertrauen könnten.

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