Afghanistan : Neues Lebenszeichen von deutscher Geisel

Wenige Tage vor der Afghanistan-Entscheidung im Bundestag ist von dem entführten Deutschen Rudolf B. ein neues Lebenszeichen aufgetaucht. Der deutsche Bauingenieur Rudolf B. flehte die Bundesregierung an, ihm zu helfen.

KabulWenige Tage vor der Afghanistan-Entscheidung im Bundestag ist von dem entführten Deutschen Rudolf B. ein neues Lebenszeichen aufgetaucht. Der Bauingenieur habe einem afghanischen Journalisten gesagt, er fordere von der Bundesregierung ihren Einsatz um seine Freilassung, meldete die Nachrichtenagentur Pajhwok am Montag aus Kabul. Das Auswärtige Amt wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Von der deutschen Geisel Rudolf B. verfügt die Agentur Pajhwok nach eigenen Angaben über Videos und Fotos. "Die afghanische und die deutsche Regierung müssen ihre Bemühungen um unsere Befreiung verstärken", sagte die deutsche Geisel demnach mit leiser Stimme. Rudolf B. und die mit ihm gefangen gehaltenen fünf Afghanen litten unter der Geiselhaft in einem kalten, dunklen Raum. Die Entführer forderten dem Bericht zufolge erneut einen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan oder alternativ eine Freilassung von Taliban-Häftlingen durch die afghanische Regierung. Das Bundesaußenministerium wollte zu den neuen Lebenszeichen keine Stellung nehmen. "Der Krisenstab arbeitet mit unverminderter Intensität an der Freilassung der deutschen Geisel und wertet dabei alle verfügbaren Informationen aus," sagte ein Sprecher.

Raketen auf Bundeswehr-Feldlager

Bereits am Sonntagabend war in Kundus das Feldlager der Bundeswehr mit vier Raketen beschossen worden. Ein Geschoss habe die Wand des Küchengebäudes durchschlagen, sagte der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe. Auch die übrigen drei Raketen schlugen demnach auf dem Lagergelände ein. Verletzt worden sei niemand.

Die bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi in Afghanistan am Freitag verletzten drei Bundeswehrsoldaten sollten nach Angaben der Bundeswehr am Montagabend auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn landen.  (mit AFP)

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