Politik : Afghanistan: Panetta korrigiert de Maizière

Brüssel - In der Nato-Debatte um die künftige Militärpräsenz der USA in Afghanistan hat US-Verteidigungsminister Leon Panetta seinem deutschen Kollegen Thomas de Maizière widersprochen. Der hatte nach dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Freitag gesagt: „Der amerikanische Verteidigungsminister hat offiziell angekündigt, dass die Vereinigten Staaten in einer Größenordnung von 8000 und 12 000 Soldaten in Afghanistan involviert sein werden.“ Panetta dagegen sagte: „Dieser Bericht ist nicht richtig.“ Bei der genannten Spanne handele es sich nur um eine Option für die Einsatzstärke der geplanten neuen Nato-Mission. De Maizière erklärte daraufhin, er habe sich missverständlich ausgedrückt und ebenfalls den internationalen Gesamteinsatz gemeint.

Es geht darum, wie die internationale Gemeinschaft nach dem Ende des Kampfeinsatzes der Afghanistan-Schutztruppe Isaf im Dezember 2014 noch mit Beratern und Ausbildern in Afghanistan präsent sein wird. Sie sollen dafür sorgen, dass afghanische Kräfte nicht von den Taliban überrannt werden können. dpa/rtr

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