Afghanistan : Rebellen zerstören Nachschub-LKW der Nato-Truppen

Zwei Tote, tonnenweise zerstörte Lebensmittel: Aufständische haben am Montag in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar mindestens zwölf Lastwagen mit Nachschub für die Nato-Truppen in Afghanistan zerstört und dabei zwei Menschen getötet.

Islamabad/KabulZwei Menschen wurden getötet, zwei weitere verletzt, sagte Polizeioffizier Fazal Mohammad Khan. Die Angreifer hätten das Gelände mit Raketen beschossen. Die zerstörten Lastwagen hätten Lebensmittel und anderen Nachschub sowie zwei von der US-Armee benutzte Geländewagen geladen gehabt.

Vor wenigen Wochen hatten Extremisten 13 Lastwagen mit Nachschub und mehrere Begleiter des Konvois am Khyber-Pass im Grenzgebiet zu Afghanistan in ihre Gewalt gebracht. Pakistan setzte die Fahrten daraufhin vorübergehend aus. Inzwischen fahren die Lastwagen tagsüber und geschützt von Militäreskorten wieder über den 35 Kilometer langen Pass. Nachts parken sie auf gesicherten Geländen in Peshawar. Die Stammesgebiete, durch die der Pass führt, sind Rückzugsgebiet der Taliban und des Terrornetzes Al Qaida. Die Strecke von der südpakistanischen Hafenstadt Karachi über Peshawar und den Khyber-Pass ist die wichtigste Nachschubroute der Truppen in Afghanistan.

Distrikt Gouverneur wurde bei Angriffen getötet

Bei einem Selbstmordanschlag auf Sicherheitskräfte im Norden Pakistans wurden am Montag nach Militärangaben mindestens neun Zivilisten getötet. Rund zwei Dutzend Menschen seien bei dem Anschlag im unruhigen Swat-Tal verletzt worden, darunter ein Soldat, sagte ein Offizier, der anonym bleiben wollte. Der Attentäter habe sich in der Nähe einer Kontrollstelle der Armee in die Luft gesprengt. Sicherheitskräfte kämpfen im Swat-Tal gegen Anhänger des radikalen Geistlichen Maulana Fazlullah, der in der Gegend ein talibanähnliches Herrschaftssystem errichten möchte.

Taliban-Kämpfer töteten am Montag in der südostafghanischen Provinz Ghasni einen Distrikt-Gouverneur. Der Gouverneur des Distrikts Andar, Abdul Rahim Desiwal, sei vor seiner Residenz in der Provinzhauptstadt Ghasni-Stadt von einem Attentäter auf einem Motorrad erschossen worden, sagte ein Sprecher der Provinzregierung. Einer seiner Leibwächtern sei schwer verletzt worden. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, Taliban-Kämpfer hätten den Gouverneur getötet. Desiwal war bei Anschlägen der Taliban in der Vergangenheit bereits zwei Mal verletzt worden. (sba/dpa)

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