Afghanistan : Sieben Tote bei Selbstmordanschlag in Kundus

Bei einem Selbstmordanschlag auf ausländische und einheimische Sicherheitskräfte in der nordafghanischen Provinz Kundus sind am Donnerstag sieben afghanische Polizisten getötet worden. Die Taliban haben sich zu dem Angriff bekannt.

Sechs Polizisten und sieben Zivilisten seien verletzt worden, als der Attentäter seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen im Distrikt Imam Sahib in einen Konvoi steuerte, sagte Distriktgouverneur Mohammad Ajub Hakyar. Auch ein US-Soldat soll leicht verwundet worden sein.

Die Bundeswehr war nach eigenen Angaben nicht beteiligt. In der Provinz Kundus stellen Deutschland und die USA die meisten Truppen.

Im Distrikt Imam Sahib nördlich von Kundus-Stadt operieren vor allem US-Soldaten gemeinsam mit der afghanischen Polizei. Hakyar sagte, unter den Toten sei ein Kommandeur einer Polizei-Einheit. Die Taliban bekannten sich zu dem Angriff.

Die Internationale Schutztruppe Isaf teilte am Donnerstag mit, in der südafghanischen Provinz Kandahar sei es aus unbekannten Gründen zur Bruchlandung eines Militärhubschraubers gekommen. Die fünf Besatzungsmitglieder und fünf Passagiere seien unverletzt geblieben, der Helikopter habe nach der Landung Feuer gefangen.

In der südwestafghanischen Provinz Farah erschossen Isaf-Soldaten nach Angaben der Schutztruppe zwei Aufständische. Am Rande der Hauptstadt Kabul wurde am Donnerstag bei einer Bombenexplosion nach Angaben des Innenministeriums ein Polizeifahrzeug beschädigt, ohne dass Insassen getötet wurden. (dpa)

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