Politik : Afghanistan: Uno plant für multi-ethnisches Afghanistan

Der Weltsicherheitsrat plant für die UN eine zentrale Rolle beim politischen Wiederaufbau Afghanistans. Das höchste Entscheidungsgremium der Vereinten Nationen sagte der afghanischen Bevölkerung seine volle Unterstützung bei der Bildung einer Übergangsregierung zu. Sie solle "breit angelegt, multi- ethnisch und repräsentativ für das ganze Volk sein". Durch die Machtveränderungen in Afghanistan war der Weltsicherheitsrat unter Zeitdruck geraten und hatte die Resolution innerhalb von 24 Stunden verabschiedet. UN-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich erfreut über das schnelle Handeln, da seine Organisation nun eine "Grundlage zum Handeln habe".

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Das der Resolution zu Grunde liegende politische Konzept war von dem UN-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi entworfen worden. Brahimi schlägt einen Fünf-Punkte-Plan für die Regierungsbildung in Kabul vor. Dazu gehört eine Übergangsverwaltung, die eine Verfassung für Afghanistan erarbeiten soll. Als begleitende Sicherheitsmaßnahme für die maximal zweijährige Übergangsphase schlägt Brahimi vor, eine multinationale Truppe in Afghanistan zu stationieren oder eine rein afghanische Truppe aufzubauen.

Von der internationalen Gemeinschaft erwartet der Sicherheitsrat laut Resolution, dass sie den Menschen in Afghanistan und den Flüchtlingslagern außerhalb des Landes die dringende humanitäre Hilfe zukommen lässt. In einem Sonderpunkt forderte der Sicherheitsrat auch die Achtung der Menschenrechte durch "alle" bewaffneten Truppen in Afghanistan. Brahimi will am Freitag mit der "Freundesgruppe" von 21 Ländern, über Hilfsmaßnahmen für das zerstörte Afghanistan in New York beraten.

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