Afghanistan : USA: Taliban bekennen sich zu Amoklauf

Bei einem Amoklauf in Binghamton im US-Bundesstaat New York sind mindestens 14 Menschen getötet und vier weitere lebensgefährlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben schoss der Täter am Freitag in einem Sozialzentrum für Einwanderer um sich und beging anschließend Selbstmord.

Binghamton/Islamabad - Bei dem Schützen handelt es sich Medienberichten zufolge um einen Mann vietnamesischer Herkunft, dessen Motiv zunächst unklar war.

Am Samstag bekannte sich überraschend ein pakistanischer Talibanführer zu dem Amoklauf. „Was gestern in den USA passiert ist, wurde von unseren Männern getan“, sagte der von der Regierung in Islamabad gesuchte Baitullah Mehsud am Samstag zu Journalisten am Telefon. Der Anschlag sei eine Antwort auf Luftangriffe der US-Streitkräfte im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, sagte der Talibanführer. Anschläge auf US- Einrichtungen würden fortgesetzt, solange die USA ihre Luftangriffe im Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan nicht einstellten, fügte Mehsud hinzu. Die USA setzte ihre Einsätze am Samstag indes fort. Bei einem Raketenangriff in der unruhigen Stammesregion im Nordwesten Pakistans kamen nach Angaben der Sicherheitsbehörden 13 Menschen ums Leben. Ziel des Angriffs mit einer unbemannten Drohne sei das Versteck eines regionalen Talibanführers gewesen, sagte der Sprecher. Die pakistanischen Behörden wiesen das Bekenntnis des Talibanführers für den Amoklauf in den USA jedoch umgehend als Unsinn zurück. Mehsud habe nicht die Möglichkeiten für einen Anschlag in den USA, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte.

Die Polizei in Binghamton geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der 42- jährige aus Asien stammende Täter allein für das Blutbad verantwortlich ist. CNN berichtete am Samstag, die Identität des Täters sei den Ermittlern bekannt. Er sei arbeitslos gewesen. Zeitweise hatte der Schütze nach Angaben der Polizei rund 40 Menschen in seiner Gewalt.

US-Präsident Barack Obama, der sich derzeit in Europa aufhält, verurteilte die Tag als „Akt sinnloser Gewalt“. AFP/dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar