Afghanistan : Verschleppter Deutscher per Haftbefehl gesucht

Vor Jahren tauchte der Deutsche Harald K. nach Afghanistan ab. Aus gutem Grund, wie es scheint. Denn der in Herat Entführte wird in Deutschland wegen des Verdachts der Veruntreuung von Hilfsgeldern per Haftbefehl gesucht.

Kinderdienst: Deutscher in Afghanistan entfuehrt
Harald K.: Der Schreinermeister (4.v.l.) vor einer Werkstatt im afghanischen Totechi. -Archivbild: ddp

Seit dem 2. Februar 2007 sei gegen Harald K. bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben, berichtete die "Berliner Zeitung" in der Dienstagsausgabe unter Berufung auf den Bonner Staatsanwalt Jörg Schindler. Es gebe in diesem Ermittlungsverfahren bisher aber keinen internationalen Haftbefehl.

Nach Angaben von Schindler hatte die Hilfsorganisation Grünhelme bereits am 20. September 2006 bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen K. erstattet, weil er als Aufbauhelfer einer Schule 87.300 Euro unterschlagen haben soll.

Es werde vermutet, dass K. dieses Geld in einen privaten Hausbau investiert habe, berichtet die Zeitung. Da die Fahnder K. unter seiner Meldeadresse in Berlin nicht antreffen konnten, hätten sie das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Bonn abgegeben. In deren Zuständigkeitsbereich residiert die mutmaßlich geschädigte Hilfsorganisation Grünhelme, die ihren Sitz im rheinischen Troisdorf hat.

Nachdem auch die Bonner Staatsanwälte K. mit Hilfe der Deutschen Botschaft in Afghanistan nicht ausfindig machen konnten, hätten sie ihn im Februar zur Fahndung ausgeschrieben. (sgo/AFP) 

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