Politik : Afghanistan: Vom Krieg gezeichnet

1980-1989: Die islamischen Mudschahedin (Freiheitskämpfer) kämpfen gegen die sowjetischen Besatzer - und erzwingen deren Abzug. Danach kommt es zum Bürgerkrieg zwischen verfeindeten Mudschahedin.

1992: Nach einem von der UNO vermittelten Friedensplan tritt der als moderat geltende Burhanuddin Rabbani als Präsident an. Er wird jedoch von Teilen der Mudschahedin nicht anerkannt. Der Bürgerkrieg geht weiter.

1996: Die von Pakistan unterstützten Taliban marschieren im September in Kabul ein. Sie rufen einen islamischen Gottesstaat aus und erhängen den sowjettreuen Ex-Präsidenten Nadschibullah. Im Norden des Landes kämpfen ihre Gegner unter Ex-Verteidigungsminister Achmed Schah Massud gegen die Taliban.

1998: Nach den Bombenanschlägen auf US-Botschaften in Kenia und Tansania greifen die USA Ausbildungslager des mutmaßlichen Terroristen Osama bin Laden an.

1999: Die UNO verhängt Sanktionen gegen die Taliban, die ein Jahr später erneuert werden.

2000: Die Taliban lehnen den Friedensplan des Ex-Königs Zahir Schah ab.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben