Afrika : Mehr als 60 Flüchtlinge vor Jemen ertrunken

Sie wollten aus dem Bürgerkriegsland Somalia fliehen, doch ihr völlig überfülltes Boot kenterte. Wieder einmal endete die Hoffnung afrikanischer Bootsflüchtlinge in einer Katastrophe.

SanaaMindestens 64 Flüchtlinge ertranken vor der Küste Jemens. Wie die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtete, hatten die illegalen Migranten versucht, von Somalia aus über den Golf von Aden überzusetzen. Das Boot kenterte in den von Haien wimmelnden Gewässern vor der Küste der Provinz Schabwa gekentert. 25 Afrikaner sollen es geschafft haben, sich an Land zu retten. Unter den Toten, die von der Küstenwache und Fischern geborgen wurden, sind auch drei Kinder und sieben Frauen. Die Nationalität der Migranten ist bislang nicht bekannt.

Erst Anfang November starben mindestens 40 Somalier vor der jemenitischen Küste, nachdem sie von Schleusern gezwungen worden waren, über Bord zu springen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben seit Beginn dieses Jahres mehr als 20.000 illegale Migranten versucht, über den Golf von Aden nach Jemen zu gelangen. Mehr als 400 seien bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben gekommen oder würden vermisst. (mit dpa)

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