Afrika : UN-Sondergesandter vermittelt im Kongo-Konflikt

Hoffnung für den Kongo? Der UN-Sondergesandte für den afrikanischen Staat, der ehemalige nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo, hat vor Ort eine Vermittlungsmission in dem seit Wochen andauernden Konflikt begonnen.

KinshasaObasanja habe am Freitagabend ein Gespräch mit Kongos Präsident Joseph Kabila geführt, sagte ein Mitarbeiter von Kabilas Büro am Samstag. Im Lauf des Tages sollte er in die umkämpfte Stadt Goma in der Provinz Nord-Kivu weiterreisen, wo nach Angaben der UN-Mission im Kongo (Monuc) ein Treffen mit Rebellenführer Laurent Nkunda geplant war.

Auch ein Sprecher der Rebellen bestätigte das geplante Treffen. Es gebe aber noch keine Bestätigung, ob dies bereits am Samstag oder erst am Sonntag stattfinden werde, sagte der Sprecher der Rebellenorganisation Nationalkongress zur Volksverteidigung (CNDP), Bertrand Bisimwa. Als möglichen Ort für das Treffen nannte er die Rebellenhauptstadt Rutshuru.

Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und den Anhängern des abtrünnigen Tutsi-Generals Nkunda sind seit September mindestens hundert Zivilisten getötet worden. 250.000 Menschen sind nach Schätzungen der Uno und von Hilfsorganisationen auf der Flucht. Nkundas Truppen belagern Goma seit zwei Wochen, zum Schutz der Stadt und ihrer 500.000 Bewohner wurden UN-Blauhelme in die Region entsandt. (mfa/AFP)

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