Politik : Afrikas erster Demokrat Ghanas Präsident

Mills gestorben.

Foto: AFP
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Accra - Nach dem überraschenden Tod des ghanaischen Präsidenten John Evans Atta Mills wurde in dem westafrikanischen Land eine einwöchige Staatstrauer ausgerufen. Der 68-Jährige war am Dienstag in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Accra gestorben. Ghanas Vizepräsident John Dramani Mahama wurde noch am Dienstagabend gemäß der Verfassung als neues Staatsoberhaupt vereidigt. Er versicherte in seiner Antrittsrede: „Wir werden den Frieden, die Einheit und die Stabilität bewahren, für die Ghana bekannt ist.“

US-Präsident Barack Obama, Frankreichs Staatschef François Hollande und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würdigten Mills als bedeutenden Demokraten Afrikas. Mills habe „die große demokratische Tradition Ghanas weiter gestärkt“, hieß es in der Erklärung Obamas.

Mills, der am Samstag 68 Jahre alt geworden war, wurde wenige Stunden vor seinem Tod in die Klinik eingeliefert. Über die genaue Todesursache war bis Mittwochnachmittag nichts bekannt. Allerdings litt der Sozialdemokrat unter Kehlkopfkrebs. Sein Nachfolger Mahama betonte, dass die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Dezember wie geplant stattfinden werden. Der 53-Jährige gilt auch als aussichtsreichster Kandidat für die nun vakante Spitzenposition des National-Demokratischen Kongresses, der derzeitigen Regierungspartei. dpa

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