Politik : Agrarhaushalt: Künast bekommt nun doch 150 Millionen

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Landwirtschaftsministerin Renate Künast bekommt nun doch mehr Geld für die Agrarwende. Im kommenden Jahr steigt ihr Etat um zusätzliche 150 Millionen Mark, 2003 sollen es 180 Millionen Mark mehr sein. Telefonisch habe sie sich mit Finanzminister Hans Eichel auf die Summen geeinigt, hieß es in ihrem Ministerium. Dabei müssen die Drähte zwischen den beiden Ministerien in der Wilhelmstraße geglüht haben. Mehrfach telefonierten die beiden Minister hin und her und feilschten um die Millionen. Noch am Mittwochabend hatte Eichel 120 Millionen Mark geboten, Künast aber auf 180 Millionen Mark bestanden. Ursprünglich hatte sie 200 Millionen Mark für 2002 gefordert.

Künast sei "sehr zufrieden" mit dem Kompromiss, teilte das Landwirtschaftsministerium gestern mit. Die Agrarwende könne damit finanziert werden. Modulation heißt das im Fachjargon und bedeutet, dass die Subventionen für die Landwirte umgeschichtet werden. Künast will weniger Geld für die bislang praktizierte Landwirtschaft und mehr für eine ökologische und tiergerechte Landwirtschaft. Über die Umverteilung wird Künast ab der nächsten Woche mit den Agrarministern der Bundesländer verhandeln. Sie haben bislang wenig Interesse an der Modulation gezeigt. EU-Agrarkommissar Franz Fischler hingegen stützte die von Künast angestrebte Umverteilung für eine Agrarwende.

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