• Aids-Impfstoff für Afrika: Aufklärung für einen Präsidenten - Aids-Forscher Ho greift in Durban Thabo Mbeki an

Politik : Aids-Impfstoff für Afrika: Aufklärung für einen Präsidenten - Aids-Forscher Ho greift in Durban Thabo Mbeki an

David Ho, einer der führenden Aids-Forscher, hat am Dienstag den südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki wegen dessen Aids-Politik heftig angegriffen. Ho eröffnete seinen Beitrag zur 13. Internationalen Aids-Konferenz in der südafrikanischen Stadt Durban mit der Aufforderung an Präsident Mbeki, auf die menschliche Tragödie nicht mit Untätigkeit zu reagieren.

Ho zeigte die mikroskopische Aufnahme des Aids-Erregers HIV. "Dieses Virus, meine Damen und Herren, ist die Ursache von Aids", sagte er. Mbeki dagegen bezweifelt, dass HIV tatsächlich Aids auslöst. Südafrika hat weltweit die meisten Infizierten. Jeder zehnte der 41 Millionen Einwohner gilt als HIV-positiv. Gleichzeitig kritisieren Fachleute das Land wegen zu schleppend betriebener Aids-Aufklärung und -Vorbeugung.

Der erste Aids-Impfstoff, der für Afrika bestimmt ist, soll nach Angaben einer Stiftung in diesem Sommer an Menschen erprobt werden. Die britischen Behörden hätten dazu die Erlaubnis erteilt, erklärte die Internationale Aids-Impfstoff-Initiative (New York) auf der Welt-Aids-Konferenz. Die Deutsche Aids-Stiftung schloss mit der Initiative einen Partnerschaftsvertrag, um die Entwicklung eines Impfstoffs zu unterstützen. Der Impfstoff für den HIV-Typ A, der in Afrika besonders verbreitet ist, soll von August an in einer Partnerschaftsinitiative zwischen den Universitäten in Nairobi und Oxford getestet werden.

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