Aktionsplan : Amsterdam hilft Prostituierten

Die niederländische Hauptstadt ist berüchtigt für ihr Rotlichtviertel. Den Frauen, die ihr Geld mit Prostitution verdienen will die Stadt nun helfen - indem sie sie vor kriminellen Banden schützt und sie beim Ausstieg aus der Szene unterstützt.

AmsterdamAmsterdam will seinen rund 8000 Prostituierten mit fast 500.000 Euro unter die Arme greifen. Das Geld solle die Frauen vor den Machenschaften von kriminellen Banden schützen und denjenigen helfen, die aus dem Milieu aussteigen wollten, kündigte die Stadtverwaltung der für ihr Rotlichtviertel berühmt-berüchtigten Metropole an. Für einen entsprechenden Aktionsplan würden bis 2010 insgesamt 475. 000 Euro bereitgestellt. Der Plan sieht unter anderem auch die Schließung von Bordellen vor, die von Kriminellen kontrolliert werden.

"Es ist wichtig, die Situation der Prostituierten zu verbessern", sagte die stellvertretende Gesundheitsdezernentin Marijke Vos. "Sie müssen die Freiheit der Wahl haben und dürfen nicht unter die Kontrolle von Menschenhändlern geraten." In Amsterdam arbeiten nach Schätzungen der Stadtverwaltung rund 8000 Prostituierte, ein Viertel von ihnen bietet sich in Schaufenstern an. In den Niederlanden ist Prostitution seit dem Jahr 2000 legal, die Frauen werden arbeits- und steuerrechtlich wie gewöhnliche Arbeitnehmerinnen oder Selbständige eingestuft. (ut/AFP)

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