Politik : Al Gore unterstützt jetzt Obama

Washington - Barack Obama hat die Unterstützung eines weiteren Schwergewichts der Demokratischen Partei gewonnen. Al Gore, Vizepräsident unter Bill Clinton und Friedensnobelpreisträger 2007, sagte in Detroit unter dem Jubel von 20 000 Anhängern, er werde „alles tun, damit Obama zum Präsidenten gewählt wird“. Davon „hängt die Zukunft unseres Planeten ab“. Gore ist eine moralische Instanz. Er hatte die Wahl 2000 gegen George W. Bush in einer umstrittenen Stimmenauszählung in Florida verloren. Es war sein erster Auftritt im Wahlkampf 2008. Im Rennen um die Nominierung zwischen Hillary Clinton und Obama hatte er sich neutral verhalten, um als Vermittler bereitzustehen, falls sich deren Rivalität über das Ende der Vorwahlen hinaus fortgesetzt und die Siegeschancen der Demokraten bei der Hauptwahl im November bedroht hätte.

Obama hat auch Hillary Clintons frühere Wahlkampfchefin Patti Solis Doyle in sein Team aufgenommen und ihr die Leitung der Arbeitsgruppe übertragen, die mögliche Vizepräsidenten auswählen soll. US-Medien spekulieren, ob damit Clintons Chancen steigen, Vizepräsidentin zu werden. Obama bekräftigte unterdessen, dass er vor der Wahl in den Irak reisen wolle. Er war erst einmal, 2006, dort. Sein republikanischer Gegner John McCain, der bereits acht Mal im Irak war, hatte kritisiert, Obama fehle die persönliche Anschauung für eine verantwortungsvolle Irakpolitik. In einer Umfrage der „Washington Post“ führt Obama mit 48 zu 42 Prozent. McCain hat aber unter unabhängigen Wählern aufgeholt. cvm

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