Politik : Al Qaida enthauptet US-Geisel

Frank Jansen

Riad/Washington/Berlin – Terroristen der Al Qaida haben in Saudi-Arabien den entführten Amerikaner Paul Johnson enthauptet. Am Freitag wurden auf einer islamistischen Website Bilder veröffentlicht, die den Körper der Geisel zeigen. Zum Mord an Johnson bekannte sich der Anführer der Al Qaida in Saudi-Arabien, Abulasis al Mukrin. Die Sicherheitsbehörden machen ihn für die jüngste Serie brutaler Angriffe auf Ausländer im Königreich verantwortlich.

Eine Al-Qaida-Gruppe hatte den 49-jährigen Ingenieur des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin am vorigen Sonnabend in der saudischen Hauptstadt Riad entführt. Die Kidnapper forderten die Freilassung aller in Saudi-Arabien gefangengehaltenen Al-Qaida-Mitglieder. Am Dienstag zeigten sie in einem Video den Amerikaner mit verbundenen Augen und stellten der saudischen Regierung ein Ultimatum von 72 Stunden. Das Königshaus lehnte Verhandlungen ab. Wenige Stunden vor dem Mord flehte Johnsons Frau über den Fernsehsender Al Arabija die Entführer an, ihren Mann freizulassen. Kurz nach Bekanntwerden der Enthauptung erschossen Sicherheitskräfte in Riad Augenzeugen zufolge drei Terrorverdächtige. Johnson war seit April die dritte Geisel, die Terroristen in der Region getötet haben. Anfang Mai köpften Islamisten im Irak den entführten Amerikaner Nick Berg. Die Terroristen filmten den Mord und zeigten das Video im Internet. Mit der Tat brüstete sich der Jordanier Abu Musab al Sarqawi. Er gilt als Statthalter der Al Qaida im Irak. Im April töteten Terroristen im Irak die italienische Geisel Fabrizio Quattrocchi mit einem Kopfschuss.

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