Politik : Alarm am Flughafen in München

München - Ein Sprengstoffalarm hat am Mittwoch am Münchner Flughafen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs geführt. Der Alarm wurde am Nachmittag bei der automatischen Sicherheitskontrolle des Laptops eines Mannes ausgelöst, wie die Bundespolizei mitteilte. Als ein Sicherheitsbeamter das Gerät noch einmal genauer untersuchen wollte, floh der Unbekannte in die Sicherheitszone des Abflugbereichs und tauchte in der Menschenmenge unter. Daraufhin wurde ein Teil des Terminals 2 für mehrere Stunden gesperrt. Zwischenzeitlich waren 180 Polizisten und Sicherheitsbeamte im Einsatz.Rund 100 Maschinen waren laut Flughafen verspätet, 33 Flüge mussten annulliert werden. Die Teilsperrung des Terminals wurde gegen 18.40 Uhr nach mehr als drei Stunden wieder aufgehoben.

Der Unbekannte wurde zunächst allerdings nicht gefunden. Es gebe aber Videobilder von dem etwa 50 Jahre alten Mann. Damit blieb vorerst auch unklar, ob er wirklich Sprengstoff dabei hatte oder ob es sich um einen Fehlalarm handelte. Die Kontrollgeräte würden „auf verschiedene Stoffe“ reagieren, „das muss nicht unbedingt Sprengstoff gewesen sein“, erläuterte ein Sprecher der Bundespolizei. „Die Situation ist ganz, ganz ernst genommen worden“, sagte Flughafensprecher Peter Prümm. Hunderte Menschen mussten die beiden Ebenen für Flüge innerhalb und außerhalb des Schengen-Gebietes für Stunden verlassen. Die Durchsagen erläuterten die Räumung mit „Sicherheitsgründen“, die Fluggäste reagierten zumeist gelassen.

Es gab keine genauen Informationen, ob der Mann in eine Maschine oder nach draußen entkommen war. Da Fluggäste beim Passieren der Sicherheitsschleuse aber bereits eine Bordkarte haben müssen, wurde nicht ausgeschlossen, dass der Mann sein Flugzeug unbehelligt besteigen konnte. Infrage kommende Flugverbindungen seien gecheckt worden, hieß es. ddp/dpa

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