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Alarm vor Gül-Rede : Humboldt-Uni nach Bombendrohung vorübergehend geräumt

Vor einer Rede des türkischen Präsidenten Abdullah Gül in der Humboldt-Universität musste das Gelände am Montagabend wegen einer Bombendrohung vorübergehend geräumt werden.

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Die Humboldt-Universität musste am Montagabend wegen einer Bombendrohung geräumt werden.Alle Bilder anzeigen
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19.09.2011 19:31Die Humboldt-Universität musste am Montagabend wegen einer Bombendrohung geräumt werden.

Bei der Berliner Polizei ist am Montag über den polizeilichen Notruf eine Drohung eingegangen. Die sei zwar schwer verständlich gewesen, "wurde als ernstzunehmend eingeschätzt", sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin wurde das Audimax der Humboldt-Universität geräumt. Experten hätten das Gebäude anschließend durchsucht, aber keinen Sprengsatz gefunden.

Die Zuhörer konnten kurz nach 20 Uhr ihre Plätze wieder einnehmen. Staatspräsident Gül wollte danach mit Verspätung in der Reihe Humboldt-Reden zu Europa einen Vortrag zum Thema "Die türkisch-deutschen Beziehungen vom Deutschen Bund zur Europäischen Union" halten. Zuvor war Gül in Sicherheit gebracht worden, wie eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes bestätigte.

Die HU wurde weiträumig abgesperrt. Auch die Straße "Unter den Linden" musste für den Verkehr gesperrt werden. Rund 50 Besucher der Veranstaltung standen rund zwei Stunden vor der abgesperrten Universität und warteten. Nicht etwa nur darauf, ob die Veranstaltung wirklich beginnt, sondern vor allem auf ihre Garderobe. Denn sie mussten das Audimax der Universität um kurz vor 18 Uhr rasch verlassen. Ein Polizist trat ans Mikrofon und forderte die Gäste auf, den Saal zu räumen. Es bestünde jedoch kein Grund zur Panik. Die Stimmung unter den Besuchern war weder panisch noch verängstigt.

Nachrichtenagenturen hatten bereits gemeldet, dass die Rede Güls abgesagt worden sei. Aber das Bundeskriminalamt erklärte. "Die Rede wird trotz der Zeitverzögerung stattfinden." Das wurde später von der Polizei bestätigt. Bis Vor der Uni hatten zeitgleich einige Dutzend kurdische Demonstranten für den inhaftierten PKK-Chef Abdullah Öcalan demonstriert. Einen Zusammenhang wollte die Polizei aber nicht herstellen.

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