Politik : Algerische Terroristen: Geheimdienst vereitelt Anschlag auf US-Botschaft in Rom

Drei Terroristen aus Algerien wollten italienischen Medienberichten zufolge am vergangenen Freitag die US-Botschaft in Rom sprengen. Nur wenige Stunden zuvor hätten die offenbar vom Geheimdienst gewarnten US-Behörden die Botschaft auf der Prachtstraße Via Veneto für das Publikum gesperrt. Den Berichten zufolge hat die Gruppe Verbindungen zu dem mutmaßlichen saudischen Terroristenführer Osama bin Laden. Einer der Männer hätte den Anschlag mit einem "Kamikaze-Angriff" zu Ende führen und sich dabei selbst in die Luft jagen sollen, berichteten Fernsehen und Zeitungen am Sonntag unter Berufung auf amerikanische Geheimdienstkreise.

"Jetzt jagt Italien die Terroristen", hieß es. Die Botschaft bleibe auch Montag geschlossen. Auch das US-Konsulat in Neapel sei geschlossen. In allen anderen US-Einrichtungen herrsche erhöhte Alarmbereitschaft. Auf italienischen Flughäfen wurden die Kontrollen drastisch verschärft. Vor allem Flüge in die USA und den Nahen Osten waren betroffen. Es gehe um "Ernst zu nehmende Drohungen und unmittelbar drohende Gefahr".

Das US-Außenministerium hatte Amerikaner am Wochenende in aller Welt zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Zugleich wurde die vorübergehende Schließung der Botschaft in Rom wegen nicht näher bezeichneter Sicherheitsbedenken verfügt.

Nach italienischen Berichten sind die Terroristen über Kroatien eingereist. Waffen und Munition seien von Albanien an Bord von Flüchtlingsschiffen ins Land gebracht worden. Die Basis der Terroristengruppe sei vermutlich Frankreich, meldete das Fernsehen weiter. Die Terroristen wollten mit ihrer Aktion "eine bestimmte Person" in der Botschaft treffen. Ein Bombenattentat auf die US- Niederlassung in der römischen Innenstadt hätte erhebliche Auswirkungen auf benachbarte Gebäude gehabt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben