Politik : Alles muss seine Ordnung haben

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Junge, Junge – das haben auch die meisten seiner Freunde gedacht, als Friedrich Merz sich in der vergangenen Woche mit dem Gedanken an Rücktritt trug. Wieder einmal. Und wieder waren es zwei Gründe: Angela Merkel und die Sache. Merz ist Ordnungspolitiker, gewissermaßen ein Urenkel von Ludwig Erhard, und da passt ihm so manches nicht, was in der Politik beschlossen wird, beschlossen werden muss. Zum Beispiel die Gesundheitsreform. Vielleicht ist er ja darin Erhard sogar nicht ganz unähnlich. Merz ist außerdem einer, der Wert darauf legt, dass im persönlichen Umgang die Form eingehalten wird. Wehe, wenn er sich hintergangen oder missachtet fühlt! Dann reagiert der vermeintlich Kühle stürmisch. Daran will Friedrich Merz jetzt aber arbeiten. Und weiter an der Sache, an Steuern, Wirtschaft, Arbeitsplätzen. Für den politischen Ruhestand ist der Fraktionsvize mit 47 Jahren noch zu jung. Das denken auch die meisten seiner Kritiker. cas

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