Politik : Alles nur symbolisch?

bib/hmt

Zum Thema Online Spezial: Terror und die Folgen
Schwerpunkt: Deutschland und der Krieg
Fotostrecke: Krieg in Afghanistan
In einem Punkt hat die Bundestagsdebatte am Freitag mehr Verwirrung als Klarheit gebracht: Werden die Bundeswehr-Soldaten überhaupt noch gebraucht im Kampf gegen bin Ladens Netzwerk oder bleibt der deutsche Beistand nur symbolisch? Noch bevor bekannt wurde, dass die Al Qaida bei einem US-Luftangriff möglicherweise ihren Vize-Chef Mohammed Atef verlor, argumentierten einige Koalitionsredner, eine Zustimmung falle leichter, da nun eine Mission unwahrscheinlicher werde. Auch SPD-Fraktionschef Peter Struck rechnet kaum noch damit, dass die Soldaten in den Kampf gegen Terror ziehen müssen.

Für die humanitäre Versorgung eignet sich nur die Lufttransport- und Sanitätskomponente des jetzigen Mandats. Offen ist zudem, ob die Nato nicht zusätzliche deutsche Soldaten für eine geplante Afghanistan-Schutztruppe benötigt, die Versorgung und Sicherheit für die Menschen in Afghanistan unterstützen soll.

Außenminister Joschka Fischer kam am Freitag mit einem wichtigen Hinweis in seine Fraktion. Es lägen verlässliche Hinweise darauf vor, dass die USA am Wochenende ihre Kriegsführung in Afghanistan ändern und dann weniger Bombenangriffe fliegen würden, sagte er dort vor der Abstimmung.

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