Alternative für Deutschland : Die AfD hat zu viele potenzielle Kandidaten

Eigentlich könnte sich die AfD darüber freuen: Nach eigenen Angaben hat die eurokritische Partei eine große Zahl potenzieller Kandidaten, allein in Bayern wollen 180 Menschen antreten. Doch das stellt die Alternative für Deutschland nun vor erhebliche juristische Probleme.

AfD-Sprecher Bernd Lucke.
AfD-Sprecher Bernd Lucke.Foto: dpa

Die eurokritische Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat nach eigenen Angaben wegen der großen Zahl potenzieller Kandidaten „große Probleme“, alle juristischen Vorgaben für die Bundestagswahl zu erfüllen. Allein in Bayern gebe es 180 Kandidaturwillige, sagte AfD-Sprecher Bernd Lucke der Zeitung „Die Welt“.

„Gerichte schreiben uns vor, dass jeder Kandidat die Möglichkeit haben muss, sich einer Landeswahlversammlung vorzustellen mit einer Redezeit von zehn Minuten. Und wenn man das bei 180 Kandidaten machen will, stößt man an Grenzen, weil keine Landeswahlversammlung das durchhalten kann“, erläuterte Lucke.

Lucke gestand zugleich Streitigkeiten in einigen Landesverbänden ein. In Bayern „rumpelt es ziemlich heftig“, sagte er. Dort gebe es eine Auseinandersetzung zwischen dem gegenwärtigen Landesvorstand und einer innerparteilichen Opposition. Deshalb werde die AfD bei der Landtagswahl in Bayern nicht antreten.

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