• Alternativer Nobelpreis an Menschenrechtler Auszeichnungen gehen nach Paraguay, Schweden und Burundi

Politik : Alternativer Nobelpreis an Menschenrechtler Auszeichnungen gehen nach Paraguay, Schweden und Burundi

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Stockholm (dpa). Die Alternativen Nobelpreise sind am Donnerstag in Stockholm an den Menschenrechtler Martin Almada aus Paraguay, die auf dem Balkan aktive schwedische Hilfsorganisation „Frau zu Frau“ und ein Jugendzentrum in Burundi vergeben worden. Der deutsch-schwedische Stifter der Preise, Jakob von Uexküll, sagte, dass „die derzeitige Weltordnung sich auf egoistische Geldgier gründet und Intoleranz sowie Gewalt fördert. Unsere Preisträger sind Ecksteine einer funktionierenden globalen Kultur, die Respekt vor dem Leben, vor der Vielfalt und Gerechtigkeit voranstellt“. Die drei Auszeichnungen sind mit insgesamt zwei Millionen Kronen (220 000 Euro) dotiert.

Der 1937 geborene Almada aus Paraguay war als Menschenrechtler während der Militärdiktatur in Paraguay lange inhaftiert und gefoltert worden. 1989 kehrte er in seine Heimat zurück und arbeitete erfolgreich an der Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen. Die Organisation „Frau zu Frau“ arbeitet in sechs Balkan-Ländern sowie im Nahen Osten und in Georgien, um Frauen in Kriegsgebieten bei der Bewältigung der Kriegsfolgen zu helfen. Das Jugendzentrum „Centre Jeunes Kamenge“ wurde für seine Aktivitäten in dem seit neun Jahren vom Bürgerkrieg betroffenen Staat Burundi ausgezeichnet.

Die Alternativen Nobelpreise werden seit 1980 vergeben. Mit ihnen sollen besondere Leistungen zur Förderung der Menschenrechte, des sozialen Ausgleichs und des Umweltschutzes gewürdigt werden.

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