Altersbezüge : Renten könnten 2015 um bis zu zwei Prozent steigen

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland könnten 2015 ein bis zwei Prozent mehr Geld bekommen. Das teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund mit. Damit läge die Erhöhung wohl über der Inflation.

Laut der Deutschen Rentenversicherung Bund bekommen die Rentner 2015 bis zu 2 Prozent mehr Geld. Foto: dpa
Laut der Deutschen Rentenversicherung Bund bekommen die Rentner 2015 bis zu 2 Prozent mehr Geld.Foto: dpa

Die gut 20 Milliarden Rentner können auf eine Rentenerhöhung im kommenden Jahr hoffen. Die Renten könnten um ein bis zwei Prozent in West- und Ostdeutschland steigen, wie die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Annelie Buntenbach, am Dienstag in Würzburg sagte. Damit dürfte die Rentenanpassung über der aktuellen Inflationsrate liegen. Sicherheit gebe es aber erst im Frühjahr kommenden Jahres. Dann lägen alle relevanten Daten vor.

Zuletzt hatten die Rentner zum 1. Juli mehr Geld bekommen. Im Osten Deutschlands stiegen die Renten um 2,53 Prozent, im Westen um 1,67 Prozent. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung dürfte Anfang 2015 von derzeit 18,9 auf 18,7 Prozent vom Einkommen sinken. In dieser Größenordnung bewegt sich der Spielraum zur Senkung. Die Bundesregierung hatte eine entsprechende Senkung bereits angekündigt.

Rente: Sozialverband fordert Abkehr von Politik der Beitragssatzstabilität

Die Absenkung um 0,2 Prozentpunkte bringt eine Entlastung um rund zwei Milliarden Euro, die sich gleichermaßen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt. Bezogen auf einen Durchschnittsverdiener sei das eine Entlastung um 35 Euro pro Jahr.

Der Paritätische Gesamtverband forderte eine Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 50 Prozent des Durchschnittseinkommens. „Seit Jahren gilt die Strategie, den Beitragssatz auf jeden Fall stabil zu halten“, sagte
der Geschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider, der Nachrichtenagentur dpa. „Diese Strategie hat versagt.“ Deutschland brauche eine Abkehr von der Politik der Beitragssatzstabilität hin zu einer Politik der Absicherung des Lebensstandards, forderte Schneider. (dpa)

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