Politik : Althaus kehrt heute zurück nach Thüringen

Philipp Zieger

AllensbachThüringens Ministerpräsident Dieter Althaus kehrt am Mittwoch in seine Heimat zurück, mit der Aufnahme politischer Geschäfte wird er sich aus ärztlicher Sicht aber gedulden müssen. Frühestens im April sei er körperlich und geistig so weit, sagte sein behandelnder Arzt an den Kliniken Schmieder am Bodensee, Joachim Liepert. Der Ärztliche Leiter Neurorehabilitation sprach bei einer Pressekonferenz in höchsten Tönen von seinem Patienten. Seine Genesung vom schweren Schädel- Hirn-Trauma sei innerhalb der acht Wochen in Allensbach gut verlaufen. Vor allem in den vergangenen zwei Wochen habe der CDU-Politiker große Fortschritte gemacht. „Seine Analysefähigkeit ist klar, scharf und präzise“, sagte Liepert. Seit zwei Wochen habe Althaus wieder Kontakt zur CDU in Thüringen. Parteifreunde haben ihn jüngst in Allensbach besucht.

Voll beruflich belastbar sei Althaus noch nicht. Daher liege der Schwerpunkt der ambulanten Therapie im thüringischen Heiligenstadt auf der Schulung der Konzentrations- und Reaktionsleistung. Der Bewegungsradius seiner beim Unfall verletzten Hand sei noch eingeschränkt, „seine körperliche Verfassung ist aber stabil“, betonte Liepert. Althaus könne bereits kurze Strecken joggen, schwimme und habe an Nordic-Walking-Gruppen teilgenommen. Vor Ostern in den Wahlkampf und die Amtsgeschäfte einzusteigen, „ist nicht sinnvoll“, meinte Liepert. Eine Heranführung an die Politik müsse Schritt für Schritt erfolgen. Spätkomplikationen und bleibende Schäden durch die Verletzungen erwartet der Arzt nicht. Althaus werde sich auch kaum an den Unfall erinnern können. Höchstens „punktuelle Erinnerungen“ könnten eintreten. Beim Skiunfall stieß er mit einer 41-jährigen Mutter zusammen, die ihren Verletzungen erlag. Althaus ist von einem österreichischen Gericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstraße von 33.000 Euro verurteilt worden.

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