Altkanzler : Helmut Schmidt aus Klinik entlassen

Die Ärzte haben Helmut Schmidt noch nicht für gesund erklärt. Doch nun ist der Altkanzler auf eigenen Wunsch wieder daheim. Rauchen darf er weiter.

Helmut Schmidt im Thalia Theater in Hamburg im Januar 2014. Der Altkanzler wurde am Donnerstag aus der Klinik entlassen.
Helmut Schmidt im Thalia Theater in Hamburg im Januar 2014. Der Altkanzler wurde am Donnerstag aus der Klinik entlassen.Foto: dpa

Gut zwei Wochen nach der Entfernung eines Blutgerinnsels aus dem rechten Bein hat Altkanzler Helmut Schmidt das Krankenhaus wieder verlassen. „Die Entlassung erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten“, teilte die Hamburger Asklepios-Klinik St. Georg am Donnerstag mit. Der 96-jährige SPD-Politiker und Mitherausgeber der „Zeit“ ist aber noch nicht vollständig geheilt. „Die Durchblutung des rechten Unterschenkels und Fußes hat nach initialer Verbesserung durch den Kathetereingriff im weiteren Verlauf erneut abgenommen, ist aber weitgehend kompensiert“, hieß es.

Im Laufe der Woche sei das gemeinsame weitere Vorgehen einschließlich einer möglichen Operation erörtert worden. „In Abstimmung mit Helmut Schmidt wurde in Anbetracht seines aktuell reduzierten Allgemeinzustandes eine Operation vorerst zurückgestellt“, hieß es in der Mitteilung der Klinik. „Schmidt geht es besser, aber die Bein- und Fußdurchblutung ist eingeschränkt, und seine Motorik lässt weiter zu wünschen übrig“, sagte der Kardiologe Prof. Karl-Heinz Kuck der „Bild Hamburg“ (Donnerstag). „Ich hoffe, dass er zu Hause schneller wieder in die Gänge kommt.“ Gegen eine Zigarette hat Kuck nichts einzuwenden. „Schmidt raucht seit mehr als 80 Jahren. Er soll ruhig wieder zur Zigarette greifen. Hauptsache, er bewegt sich.“

Ein interdisziplinäres Team von Spitzenmedizinern hatte den er Altkanzler behandelt. Nach dem Kathetereingriff hatten sich die Ärzte zunächst zufrieden geäußert. Der Chefarzt der Gefäßchirurgie, Prof. Thomas Koeppel, deutete aber bereits damals die Möglichkeit einer Bypass-Operation im Fall eines erneuten Verschlusses an. In den vergangenen zwei Wochen hatte Schmidt blutverdünnende Medikamente und Schmerzmittel bekommen. In der Klinik rauchte Schmidt diesmal nach Angaben der Ärzte nicht - im Gegensatz zu früheren Krankenhausaufenthalten. Er habe aber ein Nikotinpflaster bekommen. (dpa)

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