Politik : Am Fließband

dpa[AP]

Der amerikanische Wissenschaftler Panos Zavos will in "ein bis drei Monaten den ersten geklonten Embryo vorstellen". Der Forscher hatte im März gemeinsam mit dem italienischen Arzt Severino Antinori angekündigt, den ersten Menschen zu klonen. In der "Bild am Sonntag" sagte Zavos, er könne zusammen mit seinen zwei Assistenten im Jahr 3 000 Embryonen klonen, um sie dann einer Frau einzupflanzen. Rund 3 000 Paare hätten bereits nach einem Klon-Kind bei ihm angefragt, er schätze die Kosten auf 50 000 bis 60 000 Dollar.

Zum Thema Online Spezial: Die Debatte um die Gentechnik Anfang der Woche hatte die US-Firma "Advanced Cell Technologies" verkündet, sie habe erstmals menschliche Embryonen geklont. Die Versuche der Firma sollen aber nicht zu geklonten Menschen führen. Man will aus den Embryonen Stammzellen gewinnen, Forscher erhoffen sich dadurch Fortschritte bei der Heilung von Krankheiten wie Alzheimer oder Diabetes. Zavos bezeichnete diese Embryonen als "einen Witz". Sie seien nicht lebensfähig und hätten unter medizinischem und reproduktivem Aspekt keinen Sinn. "So was" könne er an einem Nachmittag erzeugen.

In Deutschland wird derweil heftig über das Votum des Ethikrates zum Import von embryonalen Stammzellen debattiert. Laut der "Welt am Sonntag" sind zwei Drittel der Deutschen gegen das Klonen menschlicher Embryonen zu therapeutischen Zwecken.

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