Politik : Am Wegesrand

Tour-Info kompakt

1. Alte Schönhauser Straße



Eine der "neuesten" Straßen in Mitte, weil sich hier immer was tut. Schmal genug, um gemütlich in Straßencafés zu sitzen, lebhaft genug für originelle Geschäfte - angefangen mit "Holly", einem salonartigen Laden im Stil der 40er Jahre mit nostalgisch-eleganter Mode für junge Leute (Hausnummer 4). Auch schön: "essentials + luxuries" (Hausnummer 41) mit lustig-bunten Taschen, Vasen, Schmuck oder Kissen. Gleich nebenan "DNS Records". Etwas weiter: "Jochum + Tissi" mit "Designobjekten des 20. Jahrhunderts" und der Spezialbuchladen "Kochlust". Apropos Essen: Am besten in dieser Straße zu Abend essen, und zwar Nudeln, die geben Kraft. Gibts in drei Varianten: Nudeln edel (Cantamaggio, Hausnummer 4, Telefon 283 18 95), Nudeln lässig (Mädchenitaliener, an der Hausnummer 12, Telefon 40 04 17 87), oder Nudeln asiatisch (Monsieur Vuong, Hausnummer 46, Telefon 30 87 26 43 - Achtung: immer sehr voll!). Wer nur was trinken will: das "Pony" (Hausnummer 44) hat auf der kleinen Brache nebenan unter Bäumen einen Biergarten improvisiert. Der beste Platz: die Empore mit Sitzkissen direkt an der Straße.

2. Friedrichsbrücke

4. Fernsehturm

Bis 0.30 Uhr fährt der Lift zur Aussichtsplattform in 200 Metern Höhe (insgesamt ist der Turm 368 Meter hoch). Nach 22 Uhr hat sich der Ansturm der Touristen gelegt. Die Plattform liegt still und dunkel und grünlich beleuchtet da, wie die Brücke eines Ozeandampfers. Und unten das schläfrig-blinkende Berlin. Eintritt: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

5. CSA-Bar

Immer noch eher ein Geheimtipp in Berlin, während sie in Zeitschriften wie "Wallpaper" wegen der stilsicher-eleganten 60er- Jahre-Einrichtung schon gelobt wurde. Zu DDR-Zeiten und noch bis 1996 war hier das Hauptbüro der tschechischen Fluglinie CSA untergebracht. Jetzt gibts hier mehr als 100 Cocktails. Unbedingt nach oben gucken, zur alten Holzlamellendecke mit den 50 Originallampen. Kleine Tische mit Windlichtern stehen auch draußen auf dem breitesten Trottoir Berlins. Karl- Marx-Allee 96, Telefon 29 04 47 41.

6. RAW Tempel e.V.

Ein ziemlich schrottiges Bahngelände mit wildromantischen Hallen, ein paar Künstler, vom Maler bis zum Zirkusartisten, und die Suche nach Selbstverwirklichung - das zusammen ist der RAW Tempel Verein. RAW kommt von "Reichsbahnausbesserungswerk", so hieß das Gelände in den 20er Jahren. Eröffnet wurde es aber schon 1867, als "Königlich Preußische Eisenbahnwerkstatt Berlin II". Nachts ein schräger, aber sehr lebendiger Ort. Bekiffte Philosophen sitzen in einer Jurte auf dem Hof und geben auf keine Frage eine verständliche Antwort, im "Ambulatorium", der großen Halle, findet entweder ein Konzert statt oder eine Lesung (immer donnerstags: die Dichter von der "Chaussee der Enthusiasten"). Im Café "Shrine" kann man draußen Ping-Pong spielen und drinnen Billard. Der Wirt spielt afrikanische Musik (www.raw-tempel.de).

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