Politik : Amerikanische Freihandelszone: Von Alaska bis Feuerland

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Worum geht es in Kanada? Die 34 Staats- und Regierungschefs wollen über eine Freihandelszone von Alaska bis Feuerland sprechen, die so genannte "Free Trade of the America" (FTAA). Bis 2005, so will es US-Präsident Bush, soll die FTAA beschlossen sein. Die meisten Zölle sollen abgeschafft und so der Handel zwischen den einzelnen Staaten erleichtert werden. Es wäre der größte Handelsblock der Welt mit 800 Millionen Einwohnern und 13 Billiarden Dollar Bruttosozialprodukt. In Quebec werden aber auch bis zu 25 000 Demonstranten erwartet. Die Gegner befürchten, dass die FTAA die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert.

Das Problem für Bush: Der US-Präsident spricht mittlerweile von "guten Nachbarn" und proklamiert die Einheit des "westlichen Erdteils". Die Lateinamerikaner sind aber skeptisch, sie wollen nicht von den USA abhängig werden. Bush muss aber auch im eigenen Land werben. Er benötigt ein so genanntes "Fast-track"-Mandat des US-Kongresses, um bei den Verhandlungen über die FTAA freie Hand zu haben. Erhält er dieses Mandat, kann das Parlament einem ausgehandelten Handelsvertrag nur zustimmen oder ihn ablehnen, aber ihn nicht mehr ändern.

Was ist die OAS? Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), die sich zurzeit in Kanada trifft, gilt als der älteste regionale Staatenverbund der Welt. Ihre Ursprünge reichen in das Jahr 1899 zurück. Die Gründung erfolgte aber erst am 30. April 1948 in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota durch 21 Staaten Lateinamerikas und der Karibik sowie die USA. Die Statuten der Organisation traten am 13. Dezember 1951 in Kraft. Ziel der OAS ist die Wahrung des Friedens zwischen den Staaten Amerikas, die Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln bei Agressionen.

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