Politik : Amnesty wirft Islamisten-Miliz Folter vor

Kairo/London - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der Al-Qaida-nahen Islamisten-Miliz ISIS (Islamischer Staat in Irak und Syrien) grausame Folter und Misshandlung in ihren Geheimgefängnissen in Syrien vor. Selbst Kinder und Jugendliche würden ausgepeitscht, mit Elektroschockern gequält und in schmerzhaften Körperpositionen gefesselt, stellt ein Bericht fest, den die Organisation am Donnerstag veröffentlichte. Auch Erschießungen von Gefangenengruppen zählten zu den Unterdrückungsmethoden der ISIS, die Gebiete im Norden Syriens kontrolliert. Der Bericht mit dem Titel „Herrschaft des Schreckens“ stützt sich auf die Aussagen überlebender Opfer.

Eine von den Vereinten Nationen eingesetzte Untersuchungskommission hat wiederum den syrischen Sicherheitsdiensten vorgeworfen, systematisch Menschen verschwinden zu lassen und damit Zivilisten einzuschüchtern. Die gewaltsame Taktik sei „Teil einer breitangelegten Terrorkampagne gegen die Zivilbevölkerung“, schrieb die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht. Es weise vieles darauf hin, dass dies „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ darstelle. AFP/dpa

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