Politik : Angeworben

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Mitte der 50er Jahre gab es zu wenig Arbeitskräfte in Deutschland. Die Bundesregierung traf deshalb 1955 mit Italien die erste Anwerbevereinbarung für Arbeitsmigranten – die so genannten Gastarbeiter kamen. Wenige Jahre später folgten Verträge mit Spanien und Griechenland, der Türkei, Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien. Lebten 1960 nur 700 000 Ausländer in der Bundesrepublik, waren es zehn Jahre später bereits fast drei Millionen. Unter dem Eindruck der nahenden Wirtschafts und Energiekrise verfügte die Regierung 1973 einen Anwerbestopp. Er gilt bis heute für Arbeitnehmer aus allen Staaten außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes. Doch in der Folge wurde deutlich, dass auf Saisonarbeiter so wenig verzichtet werden kann wie etwa auf Personal in Pflegeberufen. Heute wird der Anwerbestopp von zahlreichen Ausnahmen durchbrochen. neu

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