Politik : „Angriff kaum vermeidbar “

Jordaniens König glaubt nicht an Chance für Frieden mit Irak

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Düsseldorf (HB). König Abdullah II. von Jordanien hält einen Krieg gegen den Irak für kaum noch vermeidbar. Dem „Handelsblatts“ sagte der Monarch, der diese Woche Deutschland besucht, auf die Frage, ob Krieg noch verhindert werden könne: „Die Chance ist heute immerhin besser als vor drei oder vier Wochen. Die Äußerungen der USRegierung sind ausgewogener geworden. Dennoch erscheint mir die Wahrscheinlichkeit, einen Krieg vermeiden zu können, gering.“

Abdullah lobte die deutsche Haltung in dieser Frage: „In der internationalen Gemeinschaft wollen alle, die guten Willens sind, eine friedliche Lösung. Und Deutschland hat seine Position sehr klar gemacht. Ich kann nur sagen: Ein Land, das sagt: Hey, lass uns erst einen Dialog versuchen statt die Konfrontation zu suchen, kann nicht auf dem falschen Weg sein.“ Beim Kampf gegen die internationalen Terrorismus sei das Irak-Problem zweitrangig. Es herrsche Einigkeit darüber, dass der Terrorismus in internationaler Zusammenarbeit ausgerottet werden müsse. „Das zentrale Thema dabei ist jedoch die Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Nun wird auf ein zweitrangiges Problem, den Irak, abgelenkt.“

Es gebe eine positive Entwicklung im Nahostkonflikt: „Jetzt hat sich ein US-Präsident zu dem Ziel bekannt, innerhalb von drei Jahren einen unabhängigen Palästinenserstaat zu erreichen. Das Licht ist da, nun muss intensiv am Tunnel gearbeitet werden.“

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