Anschläge auf Pendlerzüge : Attentäter von Madrid angeklagt

Die spanische Justiz hat die Anklagen gegen 29 mutmaßliche Beteiligte an den Anschlägen vom 11. März 2004 in Madrid bestätigt.

Madrid - Ein Strafsenat des zentralen Anti-Terrorismus-Gerichtes in der spanischen Hauptstadt wies die Einsprüche der sechs Hauptverdächtigen und ihrer 23 mutmaßlichen Komplizen zurück. Auch Anträge der Staatsanwaltschaft auf eine Verschärfung der Anklagepunkte in einigen Fällen lehnte das Tribunal ab. Der Prozess soll nächsten Januar oder Februar beginnen. Er wird voraussichtlich ein halbes Jahr lang dauern.

Die mehrheitlich aus Marokko stammenden Angeklagten werden der Beteiligung an den Bombenanschlägen auf vier Pendlerzüge verdächtigt, bei denen am 11. März 2004 in Madrid 191 Menschen getötet und fast 2000 weitere verletzt worden waren. Den sechs Hauptverdächtigen droht eine Verurteilung zu mehreren tausend Jahren Haft. Die Haftdauer ist in Spanien allerdings auf 40 Jahre beschränkt. (tso/AFP)

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