Anschläge in Mumbai : Geständnis des Angeklagten soll erzwungen gewesen sein

Der Anwalt des einzigen überlebenden Attentäters von Mumbai behauptet, das Geständnis seines Mandanten sei unter Folter zustande gekommen., sagte der Verteidiger des aus Pakistan stammenden Mohammed Ajmal Kasab heute vor Gericht.

MumbaiDas Gericht wird die Rechtskraft von Kasabs Aussage nun prüfen lassen. Hierfür sollen Zeugen von Kasabs Vernehmung gehört werden. Laut Staatsanwalt ist die Anschlagserie von Mumbai Teil eines pakistanischen Krieges gegen Indien mit dem Ziel, Kaschmir zu erobern. "Es war ein gut vorbereitetes und durchdachtes Vorhaben mit Unterstützung der pakistanischen Geheimdienste", zitierte der Staatsanwalt aus Kasabs Aussage. Mohammes Ajmal Kasab, gebürtiger Pakistaner, sei gesagt worden, es sei Zeit für den Dschihad, Zeit, Indien anzugreifen und Zeit, Mumbai als Indiens wirtschaftliches Zentrum anzugreifen.

Die pakistanische Regierung hat mehrfach jede Beteiligung an den Angriffen bestritten. Bei den Anschlägen im vergangenen November, an denen zehn Attentäter beteiligt waren, kamen 166 Menschen ums Leben. Sollte Kasab für schuldig befunden werden, droht ihm die Todesstrafe. (cl/dpa)

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