Politik : Anschlag auf Bundeswehr knapp vereitelt?

Masar-i-Scharif/Kabul - Im Norden Afghanistans hat sich am Samstag ein Selbstmordattentäter nach einer Verfolgung durch Sicherheitskräfte vor Erreichen seines Ziels in die Luft gesprengt. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Kundus. Ein Zivilist starb durch die Explosion. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Kundus, Mohammad Omar, hatte der Attentäter es auf einen Konvoi der Bundeswehr abgesehen. Die afghanischen Sicherheitsdienste seien vorab über einen geplanten Autobombenanschlag informiert gewesen und hätten ein verdächtiges Fahrzeug verfolgt. Der Fahrer habe versucht, in die Nähe eines deutschen Isaf-Konvois zu gelangen. Auch der Sprecher der radikalislamischen Taliban, die die Verantwortung übernahmen, sagte, der Attentäter habe Soldaten im Visier gehabt. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte dagegen, keine Deutschen seien betroffen oder in der Nähe des Explosionsortes gewesen.

Bei Gefechten in der nordöstlichen afghanischen Provinz Nuristan wurden am Freitag nach Militärangaben sechs Isaf-Soldaten sowie zwei einheimische Militärangehörige getötet. Dabei wurden außer den Toten auch acht Isaf-Soldaten und elf ihrer afghanischen Kameraden verletzt, wie die Isaf am Samstag mitteilte. Mit dem Vorfall stieg die Zahl der ausländischen Soldaten, die in diesem Jahr in Afghanistan ums Leben kamen, auf 200. AFP

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