Politik : Anschlag auf tschetschenischen Zug bei Moskau – 15 Verletzte

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Moskau Bei einem Bombenanschlag auf einen aus Tschetschenien kommenden Eisenbahnzug sind in der Nähe von Moskau 15 Menschen verletzt worden. Der ferngezündete Sprengsatz mit einer Zerstörungskraft von etwa drei Kilogramm TNT detonierte am frühen Sonntagmorgen auf dem Gleisbett, kurz bevor die Lokomotive die Stelle erreichte. Mehrere Waggons entgleisten. Dank der langsamen Fahrt des Zuges in Richtung Moskau habe es keine Todesopfer gegeben, teilten die Behörden an der Bahnstrecke 150 Kilometer südlich der Hauptstadt mit.

Auf die Identität der Attentäter gab es zunächst keine konkreten Hinweise. Ein Lokführer berichtete, ihm seien nach der Notbremsung des Zuges zwei verdächtige Männer aufgefallen, die vom Tatort wegliefen. Mutmaßlich tschetschenische Terroristen hatten in den vergangenen Jahren mehrfach Bomben in Eisenbahnwaggons gezündet und dabei dutzende Menschen getötet. Bei dem Anschlag südlich von Moskau wurden drei Passagiere schwerer verletzt, darunter zwei Kinder.

Die prorussische tschetschenische Führung machte Rebellen für den Anschlag am Tag der russischen Unabhängigkeit verantwortlich. Die Tat „unterstreicht die Unfähigkeit der Rebellen, die positiven Entwicklungen innerhalb der Teilrepublik aufzuhalten“, sagte der tschetschenische Präsident Alu Alchanow in Grosny. dpa

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