Politik : Anschlag in London vereitelt?

Matthias Thibaut

London - Die britische Polizei hat nach Angaben der Zeitung „Daily Mail“ und des Senders „ITV News“ Pläne für einen Selbstmordanschlag der Al Qaida auf Hochhäuser in London vereitelt. Terroristen hätten geplant, nach dem Vorbild des Anschlags vom 11. September Flugzeuge in das 235 Meter hohe Gebäude „One Canada Square“ im Stadtteil „Canary Wharf“ und seine beiden Nachbargebäude zu fliegen, die Hauptquartiere der Banken Citygroup und HSBC, berichtete die Zeitung. Anti-Terror-Einheiten hätten das „Training von Selbstmordpiloten“ unterbrochen, hieß es unter Berufung auf eine „autoritative Quelle".

Innenminister David Blunkett und die Chefin des Inlandsgeheimdienstes MI 5, Eliza Manningham-Buller, hatten mehrfach in den letzten Tagen Erfolge im Kampf gegen den Terror angedeutet. Mehr werde man erfahren, wenn demnächst Terrorverdächtige vor Gericht gestellt würden, sagte Blunkett. Damit meinte er unter anderem Mitglieder der mutmaßlichen Al-Qaida-Zelle, die im Juli ausgehoben wurde.

Londons östliches Stadtviertel „Canary Wharf“ mit seinen Hochhäusern steht wie das Parlament und der Flughafen Heathrow auf der Liste möglicher Terrorziele. Als wahrscheinlicher gelten Sicherheitsexperten zufolge aber „weiche“ Ziele wie die Wasser- und Stromversorgung oder die U-Bahn. Die Sicherheitsberatung „Control Risk Group“ stuft auf ihrer neuen Risikoweltkarte London als einziges Gebiet Europas neben Nordirland und Sizilien als „mittleres Risiko“ ein.

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